Restaurant Fischerstube

Bauabschluss der Fischerstube in Zürich

 

 

Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist die Erneuerung des historisch bedeutsamen Gebäudeensembles abgeschlossen. Der Ersatzneubau muss aus raumplanerischen und denkmalpflegerischen Gründen wesensgleich mit dem Altbau sein und gleichzeitig einen modernen Gastronomiebetrieb ermöglichen. Das Pfahlbauerhaus mit unterirdisch angedockter, komplexer Haustechnik verbindet Handwerk und Hightech. Zudem bildet das offene Stabgewölbe im Innern einen Blickfang.

Die Makiol Wiederkehr AG hat bei der Fischerstube die Brandschutzplanung ausgeführt. Brandschutztechnisch weisen die drei Gebäude auf dem Areal unter anderem folgende Besonderheiten auf:

- Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz

- Die Gebäudehöhe im Sinne der Brandschutzvorschriften 2015 kann für ein Gebäude über dem Wasser nicht ohne weiteres einfach definiert werden.

- Die Fischerstube und Fischerhütte haben eine brennbare Bedachung (Reet- oder Schilfdach).

- Das Schilfdach als brennbare oberste Schicht lässt sich keiner Brandverhaltensgruppe zuordnen.

Aus diesen Gründen erwies sich eine Abhandlung als Standardkonzept nicht als zielführend. In Abstimmung mit der Brandschutzbehörde wurde ein objektbezogenes Brandschutzkonzept erstellt. Die wichtigsten objektbezogenen Brandschutzmassnahmen sind folgende:

- Durch die Installation einer Sprinkleranlage in allen Gebäuden kann das Schilfdach gegen Brandeinwirkung von innen geschützt werden. Die drei einzelnen Gebäude erhalten durch die Installation der Sprinkleranlage eine höhere Brandsicherheit und somit ist der Einfluss der brennbaren Oberflächen von untergeordneter Bedeutung.

- Für die Gebäude kann aufgrund der Geschossflächen, Geschossigkeiten und Nutzungen das Fluchtwegkonzept und die Brandabschnittsbildung in Anlehnung an die Vorgaben für Gebäude mit geringen Abmessungen umgesetzt werden. Des weiteren kann für jedes einzelne Gebäude eine Nutzungseinheit gebildet werden.

Bauherrschaft: Stadt Zürich | Architektur: Architekturbüro Patrick Thurston, Bern | Holzbauingenieur: Indermühle Bauingenieure, Thun | Holzbauer: Kübler Holzbau | Fotos: Juliet Haller